Ukraine Support Watch

Live · Fortschreibung in Echtzeit

Was die EU und ihre Mitgliedstaaten seit dem 24. Februar 2022 für die Ukraine aufgewendet haben

220.554.589.534EURO
Seit Aufruf dieser Seite0 €
Seit Jahresbeginn 202627,55 Mrd. €
Pro Sekunde1.356 €
Datenstand21. Aug. 2026
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Der Verlauf

Kumulierte Hilfe der EU-Mitgliedstaaten und ihrer Institutionen, Monat für Monat seit Februar 2022. Die durchgezogene Linie ist tatsächlich Zugewiesenes, die gestrichelte die Fortschreibung auf den bereits beschlossenen, aber noch nicht ausgezahlten Teil des 90-Mrd-Darlehens bis Ende 2027.

050100150200250300 195 Mrd. € 277 Mrd. € 20232024202520262027 Mrd. €

tatsächlich zugewiesen beschlossen, noch offen

Kiel-Zählweise, dieselbe wie in der Länderkarte. Sie liegt unter der Kommissionszahl im Kopf dieser Seite, weil anders abgegrenzt wird. Die gestrichelte Linie ist keine Prognose des Kriegsverlaufs, sondern rechnet nur bereits gefasste Beschlüsse hoch.

Anteil je EU-Bürger

Verteilt auf 452,0 Millionen Einwohner der EU entfällt dieser Betrag rechnerisch auf jeden Einzelnen. Er wächst mit jeder Sekunde.

Auf jeden EU-Bürger entfallen im Durchschnitt 487,95 €
Der Anteil wächst um25,9 Cent pro Tag Seit Aufruf dieser Seite, EU-weit0 € Inklusive fester Zusagen671,36 €

Zurechnung, keine Steuerrechnung: Der größte Einzelposten sind Kredite, die zurückfließen sollen. Im Detail nach Ländern ↓

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Das Tempo

Dieselbe Jahresrate, heruntergebrochen. Die kleine Zeile teilt den Betrag durch 452,0 Millionen EU-Einwohner.

Pro Jahr42,79 Mrd. €94,67 € pro Kopf
Pro Monat3,57 Mrd. €7,89 € pro Kopf
Pro Woche820,09 Mio. €1,81 € pro Kopf
Pro Tag117,15 Mio. €25,9 Cent pro Kopf
Pro Stunde4,88 Mio. €1,1 Cent pro Kopf
Pro Minute81.356 €0,018 Cent pro Kopf
Pro Sekunde1.356 €0,0003 Cent pro Kopf

Schreibt das gemessene Tempo fort: Der Bestand wuchs von 193 auf 220,2 Mrd. € — 27,2 Mrd. € in 232 Tagen, hochgerechnet 42,8 Mrd. € im Jahr.

Woraus sich die Summe zusammensetzt

Angaben der Europäischen Kommission zum 21. August 2026. Enthalten sind EU-Haushalt und bilaterale Beiträge der Mitgliedstaaten, Zuschüsse ebenso wie Kredite.

PostenMrd. €AnteilPro Kopf
Finanzhilfe aus dem EU-Haushalt (überwiegend Kredite)107,048,6 %237 €
Militärhilfe (EU-Instrumente und bilateral)77,035,0 %170 €
Flüchtlingsaufnahme in den Mitgliedstaaten17,07,7 %38 €
Weitere Beiträge der Mitgliedstaaten15,57,0 %34 €
Erlöse aus eingefrorenem russischem Vermögen *3,81,7 %8 €
Bestand am 21. August 2026220,2100 %487 €
Zusätzlich zugesagt: Ukraine Support Loan bis Ende 202782,9183 €
Bestand plus feste Zusagen303,1671 €

* Ob Erlöse aus eingefrorenem russischem Zentralbankvermögen dauerhaft verwendet werden dürfen, ist völkerrechtlich nicht abschließend geklärt. Der Ansatz unterstellt, dass diese Mittel verfügbar bleiben und nicht zurückgefordert werden — eine günstige Annahme. Trägt sie nicht, verschiebt sich der Betrag nicht ins Nichts: Die Haftung liegt dann beim EU-Haushalt und damit bei den Mitgliedstaaten.

Der jährliche Betrag je Einwohner

Nicht die aufgelaufene Summe, sondern was in jedem einzelnen Jahr dazukommt, geteilt durch die Einwohnerzahl. Der höchste Wert liegt 2025 bei 138 €. Für 2026 und 2027 sind nur die bereits beschlossenen EU-Mittel enthalten.

61 €202293 €202380 €2024138 €2025110 €2026122 €20270255075100125150175€ je Einwohner und Jahr

EU insgesamt

gemessen teils gemessen nur beschlossene Mittel

Aufbau je Land und Monat: die gemessene bilaterale Hilfe des Landes plus die Hilfe der EU-Institutionen desselben Monats, umgelegt nach dem EU-Haushaltsanteil des Landes. Dieser Anteil wird über den gesamten Zeitraum konstant gehalten; real schwankt er leicht. 2026 ist bis Juni gemessen. Für die Monate danach und für 2027 ist ausschließlich der noch offene Teil des 90-Mrd-Darlehens eingerechnet — bilaterale Hilfe wird nicht fortgeschrieben, weil dafür kein Beschluss vorliegt. Die beiden letzten Balken sind deshalb eine Untergrenze, kein Erwartungswert.

Was das eigene Land beiträgt

Jede Kachel ist ein Mitgliedstaat — alle gleich groß, damit auch Malta und Luxemburg lesbar bleiben. Die Zahl ist der Betrag je Einwohner des jeweiligen Landes. Zum Aufschlüsseln ein Land auswählen.

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Schematische Anordnung, keine maßstabsgetreue Karte.

je Einwohner
davon über den EU-Haushalt
davon direkt bilateral
Anteil am EU-Haushalt

Zwei getrennte Größen, addiert: der über den EU-Haushalt getragene Anteil, den das Kiel Institute nach dem tatsächlichen Haushaltsbeitrag jedes Landes umrechnet, plus die direkt geleistete bilaterale Hilfe. Diese Zählung ergibt 192,0 Mrd. € und deckt sich methodisch nicht mit den 220,2 Mrd. € der Kommission oben — andere Abgrenzung, kein Widerspruch. Die Fortschreibung verteilt das Gesamttempo anteilig auf die Länder.

Land Gesamt (€) Pro Minute Je Einwohner EU-Haushalt Bilateral
Deutschland51.622.000.00021.870 €617,66 €20,9930,63
Frankreich25.625.000.00010.856 €372,01 €17,727,91
Italien16.719.000.0007.083 €283,64 €12,414,31
Niederlande15.571.000.0006.597 €862,94 €4,3711,20
Schweden14.467.000.0006.129 €1.366,40 €3,0611,40
Dänemark13.753.000.0005.827 €2.294,95 €2,1111,64
Spanien10.537.000.0004.464 €214,48 €8,262,28
Polen9.537.000.0004.040 €261,31 €3,655,89
Belgien6.688.000.0002.833 €562,80 €3,493,20
Finnland5.509.000.0002.334 €977,47 €1,733,78
Österreich2.911.000.0001.233 €316,51 €2,660,26
Irland2.293.000.000971 €421,49 €1,780,51
Tschechien2.146.000.000909 €196,71 €1,510,63
Rumänien2.072.000.000878 €108,81 €1,540,54
Litauen1.941.000.000822 €671,47 €0,341,61
Portugal1.888.000.000800 €175,63 €1,500,39
Slowakei1.408.000.000597 €259,80 €0,660,75
Griechenland1.407.000.000596 €135,65 €1,240,17
Estland1.172.000.000497 €855,48 €0,210,96
Ungarn1.026.000.000435 €107,55 €0,970,05
Lettland924.000.000391 €496,62 €0,210,71
Kroatien731.000.000310 €188,68 €0,380,36
Bulgarien694.000.000294 €107,81 €0,440,26
Luxemburg658.000.000279 €964,85 €0,290,37
Slowenien477.000.000202 €223,85 €0,340,14
Zypern168.000.00071 €170,91 €0,160,00
Malta90.000.00038 €156,73 €0,090,00

Chronologie der Zusagen

Die Beschlüsse, aus denen sich die Summe aufbaut — mit Datum und beschließendem Organ.

  1. 24.02.2022Beginn des militärischen Konfliktes (Russland-Ukraine)Ausgangspunkt aller hier gezählten Beträge.
  2. 28.02.2022Rat der EU: erste Militärhilfe überhaupt450 Mio. € für Waffen und 50 Mio. € für Treibstoff und Schutzausrüstung aus der Europäischen Friedensfazilität — das erste Mal, dass die EU tödliche Ausrüstung finanziert.
  3. 2022–2023Sechs weitere Tranchen à 500 Mio. €Refinanzierung der Militärhilfe einzelner Mitgliedstaaten über die Friedensfazilität.
  4. 02.2024Europäischer Rat: Ukraine-Fazilität, 50 Mrd. €Rahmen für Zuschüsse und Kredite von 2024 bis 2027 — bis dahin das größte Einzelinstrument.
  5. 05.2024Rat schafft Rechtsrahmen für russische VermögenserlöseNicht die eingefrorenen Vermögen selbst, sondern die daraus entstehenden Erträge dürfen verwendet werden.
  6. 06.2024G7 einigen sich auf ERA-Kredite über 50 Mrd. $Der EU-Anteil beträgt 18,1 Mrd. €, bedient aus den Erträgen der eingefrorenen Vermögen.
  7. 10.2024Europäisches Parlament billigt bis zu 35 Mrd. € DarlehenBesichert durch die Erträge aus russischem Zentralbankvermögen.
  8. 18.12.2025Europäischer Rat einigt sich auf 90 Mrd. €Grundsatzbeschluss für das Ukraine Support Loan, das den Bedarf 2026 und 2027 decken soll.
  9. 06.02.2026Europäisches Parlament billigt das PaketRund 30 Mrd. € für den Staatshaushalt, rund 60 Mrd. € für Verteidigungsindustrie und Beschaffung.
  10. 23.04.2026Rat der EU finalisiert das Darlehen45 Mrd. € sollen bis zum 31. Dezember 2026 bereitgestellt werden, der Rest 2027.
  11. 25.06.2026Erste Tranche ausgezahlt: 3,2 Mrd. €Fünf Tage später folgen 3,9 Mrd. € als erste Zahlung für Drohnenbeschaffung.
  12. 21.08.2026Kommissionsstand: 220,2 Mrd. €Der Ausgangswert dieses Zählers.

Wie gerechnet wird

  • Ausgangswert des großen Zählers. 220,2 Mrd. € zum 21. August 2026, offizielle Zahl der Europäischen Kommission. Der Zähler startet dort und addiert die seither vergangene Zeit mit der Rate des gewählten Szenarios. Es wird nichts geschätzt, was die Kommission nicht selbst ausgewiesen hat.
  • Woher das Tempo kommt. Der Bestand stieg von 193 Mrd. € (31.12.2025) auf 220,2 Mrd. € — 27,2 Mrd. € in 232 Tagen, hochgerechnet 42,8 Mrd. € im Jahr. Die beiden Ausgangszahlen stammen aus verschiedenen Veröffentlichungen und sind methodisch nicht vollständig deckungsgleich; die abgeleitete Rate ist deshalb eine Schätzung, kein amtlicher Wert.
  • Zwei Zahlenräume, absichtlich nebeneinander. Der große Zähler folgt der Kommission (220,2 Mrd. €). Länderkarte und beide Grafiken folgen dem Ukraine Support Tracker des Kiel Institute (192,0 bzw. 194,6 Mrd. €). Die Differenz entsteht durch unterschiedliche Abgrenzung — die Kommission zählt unter anderem Flüchtlingskosten in den Mitgliedstaaten mit, das Kiel Institute nicht. Beide Zahlen sind richtig. Sie wurden nicht angeglichen, weil das Angleichen die Quellenlage verfälschen würde.
  • Wie die Länderzurechnung entsteht. Die über den EU-Haushalt getragene Hilfe wird nach dem tatsächlichen Haushaltsbeitrag jedes Mitgliedstaats umgelegt. Diese Umlage stammt nicht von uns, sondern aus dem Datensatz des Kiel Institute selbst (Tabellenblatt EU Aid Shares). Dazu kommt die bilateral direkt geleistete Hilfe. Beide Größen sind in der Tabelle getrennt ausgewiesen und lassen sich einzeln nachprüfen.
  • Bevölkerungszahlen. Der EU-weite Pro-Kopf-Wert teilt durch 452,0 Millionen (Eurostat, 1. Januar 2026). Die Länderwerte teilen durch die Einwohnerzahl des jeweiligen Landes (Eurostat, 1. Januar 2025). Die Summe der Länderzahlen ergibt 450,6 Millionen — die Abweichung von 1,4 Millionen ist der Jahresunterschied und verändert keine Aussage.
  • Die Verlaufskurve. 53 Monatswerte aus dem Kiel-Datensatz, Spalte EU members and institutions. Eine naheliegende Nachbarspalte weist 373,5 Mrd. € aus — das sind alle Geber weltweit einschließlich USA und Großbritannien. Diese Zahl steht hier bewusst nicht, weil sie nichts über die EU aussagt.
  • Die Jahresbalken. Sie zeigen den Zuwachs jedes einzelnen Jahres, nicht die aufgelaufene Summe. Für alle Jahre wird mit derselben Einwohnerzahl gerechnet; die Bevölkerung schwankt um weniger als ein Prozent und würde die Aussage nicht verändern. Der Höchststand liegt 2025, nicht in der Zukunft.
  • Was die gestrichelten Teile sind. Keine Prognose des Kriegsverlaufs. Sie verteilen ausschließlich den bereits beschlossenen, aber noch nicht ausgezahlten Teil des 90-Mrd-Darlehens gleichmäßig bis Ende 2027. Läuft die Auszahlung anders, verschiebt sich die Verteilung zwischen den Jahren — die Summe nicht.
  • Kredite zählen mit. Der größte Einzelposten sind Darlehen, keine Zuschüsse. Sie belasten die Haushalte nur, soweit sie ausfallen oder nicht durch Erlöse aus eingefrorenem russischem Vermögen gedeckt werden. Pro Kopf ist deshalb eine Zurechnung, keine Steuerrechnung.
  • Flüchtlingskosten fließen nicht in die Ukraine. Die 17 Mrd. € sind Ausgaben, die in den Mitgliedstaaten selbst anfallen. Sie stehen in der Kommissionszahl, nicht in der Kiel-Zahl — das ist einer der Gründe für die Differenz zwischen beiden.
  • Eingefrorenes russisches Vermögen. Ob die daraus entstehenden Erlöse dauerhaft verwendet werden dürfen, ist völkerrechtlich nicht abschließend geklärt. Der Ansatz unterstellt, dass sie verfügbar bleiben — eine günstige Annahme. Trägt sie nicht, verschwindet der Betrag nicht, sondern die Haftung liegt beim EU-Haushalt und damit bei den Mitgliedstaaten.
  • Der Zähler glättet. Tatsächlich kommen Mittel in Tranchen, nicht im Sekundentakt. Die laufenden Zahlen veranschaulichen ein Tempo, sie bilden keine Buchung ab. Zwischen zwei Datenständen ist jede Nachkommastelle Rechnung, nicht Messung.
  • Nachrechnen erwünscht. Alle Ausgangswerte stehen unter Quellen verlinkt, die Rohdaten liegen als data.json offen. Diese Seite bewertet nicht, ob die Ausgaben richtig, zu hoch oder zu niedrig sind — sie zeigt eine Summe und legt offen, wie sie zustande kommt.